Ein entzückter Ausruf einer Braut am Messestand beim Anblick eines Brautkleides unter dem deutlich sichtbar ein Bäuchlein platziert war: "Das ist ja viel schöner als meines! Da hätte ich ja doch schwanger heiraten können." Hätte sie, nicht nur wegen der vielen Kleider für schwangere Bräute, die heute jeder Ausstatter im Sortiment führt. Ganz in weiß mit Babybauch - danach dreht sich heute kaum noch jemand um. Dennoch will eine Hochzeit in anderen Umständen wohl überlegt sein. Die Bedenken, die oftmals von Eltern oder Schwiegereltern vorgebracht werden, gelten auch eher dem Wohl der Braut als dem guten Ruf der Familie. Denn hier gilt nicht "erlaubt ist, was gefällt", sondern "erlaubt ist, was gut tut". Grundsätzlich ist gegen eine Hochzeitsfeier während der Schwangerschaft nichts einzuwenden. Schließlich geht die werdende Mutter in aller Regel ihrer Arbeit nach und ist oftmals auch sportlich sehr aktiv. Voraussetzung ist natürlich immer, dass Mutter und Kind gesund sind. Alkohol ist natürlich absolut tabu. Selbst ein Gläschen Sekt zum Anstoßen wird von manchen Medizinern strikt abgelehnt. Wo nicht von Gesetzes wegen ohnehin rauchfrei gefeiert wird, sollten die Gäste mehr als sonst Rücksicht nehmen. Und da auch das "Stehvermögen" mancher Schwangeren nicht bis in die Morgenstunden reicht, sollte eine tanzfreudige Braut den Zeitpunkt der Hochzeitsfeier genau überlegen. Müssen muss heute niemand mehr. Und eine mögliche Namensänderung des gemeinsamen Kindes bei Hochzeit ist in den meisten Bundesländern reine Formsache. Hat das Brautpaar bereits Kinder, seien es gemeinsame oder von einem Partner in die Ehe gebracht, so gehören diese zur Hochzeitsfeier unbedingt dazu. Wer an einem solchen Tag seine Kinder ausschließt, selbst wenn diese noch ganz klein sind und den Anlass noch gar nicht verstehen, wird dies meist bereuen. Natürlich ist es vom Alter abhängig, wie lange der Nachwuchs der Feier beiwohnt. Das gilt übrigens nicht nur für die ganz Kleinen. Für einen Zehnjährigen oder eine 13-Jährige kann es eine wahre Strafe sein, einen ganzen Tag lang im Kreise von Verwandten und Leuten, die man nicht kennt, stillsitzen und Dinge essen zu müssen, die man nicht mag. Gibt es keine altersgerechte Kinderbetreuung, sollte man Teenies beizeiten aus der Feier entlassen. Auf mindestens ein Hochzeitsfoto gehören die Kinder natürlich mit drauf. Egal, ob sie das Shooting verschlafen oder nicht die perfekten Models spielen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da sie sich diese Aufnahmen ansehen und es doch toll finden, bei der Hochzeit der eigenen Eltern dabei gewesen zu sein, natürlich erst recht, wenn Sie so klein waren, dass sie sich nicht daran erinnern können. Wir wünschen Ihnen eine wunderschöne Hochzeit ob mit - ohne - geplanten oder ungeborenen Kindern. Stephanie WißmannHochzeitsplanerin von Ihr Hochzeitsservice
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